Berühmte Ärzte und Kurgäste

Der Geheime Sanitätsrat Dr. med. Rudolf Bensen

Den Bensenplatz am Südrand des Harri kennt wohl jeder Eilser Bürger. Aber ob man wohl mehr über den Herrn Dr. Bensen weiß, als daß er Badearzt im fürstlichen Bad Eilsen war?

Dr. Bensen wirkte sehr lange, von 1882 bis 1921, als Badearzt in Eilsen.

Seine Praxis in Bückeburg versorgte er auch noch. In der Umgebung sowie bei den Kurgästen war dieser freundliche "Seelenarzt" sehr beliebt. Den Damen unter seinen Eilser Kurgästen schenkte er ab und zu einen Rosenstrauch. Angeblich stellte er morgens das Barometer zurück, damit sich die Patienten an seinem Steigen erfreuen konnten. Dr. Bensen riet seinen Patienten immer zu erfreulichen, heiteren Dingen, denn Freude und Heiterkeit sei das Wichtigste bei einer Badekur.

In Schaumburg-Lippe ist er auch als Heimatdichter in plattdeutscher Sprache bekannt geworden. Mit den hiesigen Bürgern sprach er nur in Plattdeutsch!

Dr. Bensen schrieb 1894 ein Buch über Bad Eilsen und seine Heilquellen. Er war ein Freund Wilhelm Buschs aus Wiedensahl und machte gemeinsam mit diesem großen Dichter und Maler unserer Heimat auch Ferien auf Borkum. Während des 1. Weltkrieges leitete Dr. Bensen ein Genesungsheim für verwundete Soldaten in Bad Eilsen.

Dr. Bensen - Text in leichter Sprache

Dr. Bensen – ein besonderer Arzt in Bad Eilsen

Dr. Bensen war viele Jahre Arzt in Bad Eilsen. Er arbeitete dort von 1882 bis 1921. Er hatte auch eine Praxis in Bückeburg. Viele Menschen mochten ihn sehr. Er war freundlich und wurde „Seelenarzt“ genannt.

Manchmal schenkte er den Damen im Kurort einen Rosenstrauch.
Morgens stellte er das Barometer zurück. So konnten sich die Patienten freuen, wenn es wieder stieg.
Dr. Bensen sagte: Freude und Lachen sind wichtig für die Gesundheit.

Dr. Bensen sprach mit den Menschen in Schaumburg-Lippe nur Plattdeutsch.
Er schrieb auch Gedichte in dieser Sprache.
Er war ein bekannter Heimatdichter.

Im Jahr 1894 schrieb Dr. Bensen ein Buch über Bad Eilsen und seine Heilquellen.
Er war ein Freund von Wilhelm Busch, dem bekannten Dichter und Maler.
Die beiden machten zusammen Urlaub auf der Insel Borkum.

Im Ersten Weltkrieg leitete Dr. Bensen ein Heim für kranke Soldaten in Bad Eilsen.
Er half vielen Menschen – mit Medizin und mit Herz.


Dr. Maximilian Graf Wiser, Geheimer Medizinalrat -

Koryphäe der Augenmedizin in Bad Eilsen
Ein gelungener Schachzug des Bad Eilser Kurdirektors Nievert und der Fürstlichen Hofkammer - Bad Eilsen wird Weltbad durch den weltbekannten Augenarzt Dr. Graf Wiser
20er Jahre des 20. Jahrhunderts

Mit den durch Fürst Adolf zu Schaumburg-Lippe neu erbauten Hotels, dem "Fürstenhof" und "Badehotel" sowie dem modernen Kurmittelhaus und den neu gestalteten Park- und Sportanlagen konnte Bad Eilsen unter die schönsten und modernsten Kurbäder Deutschlands eingereiht werden. Die Fürstliche Hofkammer und der neue Kurdirektor Nievert bemühten sich mit viel Phantasie und Einsatz darum, das neue Bad Eilsen weit und breit bekanntzumachen.

Großformatige Reklame an Häuserwänden entlang der deutschen Reichsbahnlinien, informative Prospekte, immer wieder erfolgreiche Bemühungen um nationale und internationale Veranstaltungen der Politik, der großen Verbände, des Sportlebens und schließlich ein großartiges und differenziertes Kulturprogramm zeigten die gewünschte Wirkung. Immer mehr Menschen entdeckten die neue Perle unter den deutchen Bädern, - unser Bad Eilsen.

Ein nun aber wirklich großartiger Schachzug war bei allen diesen Anstrengungen zur Entwicklung des Bades die Anwerbung des in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts weltweit bekannten Augenarztes Dr. Graf Wiser und seines Mitarbeiters Dr. Friedrich von Tippelskirch.

Nach erfolgreichen Verhandlungen im Jahre 1927 zog Dr. Graf Wiser mit seinem gesamten Stabe aus Bad Liebenstein nach Bad Eilsen um. 1928 richteten die beiden Fachärzte im Badehotel ihre Praxis für Augenkranke ein. Das "Fürstliche Bad Eilsen " stellte dem Augenarzt-Team dort eine ganze Etage für Behandlungs- und Sprechzimmer kostenlos zur Verfügung. Nun strömten die zumeist recht wohlhabenden Patienten aus aller Herren Länder zur Behandlung nach Bad Eilsen. Das Bad erfuhr so einen bemerkenswerten Aufschwung! Die großen, teuren Hotels konnten nun mit zahlungskräftigen Gästen gefüllt werden, Die Augenkuren dauerten immer einige Wochen. Die Auswirkung auf die Belegung der Hotels war entsprechend positiv.

Graf Wisers Patienten aus vielen Ländern der Erde, darunter der Hochadel, Militärs, Schriftsteller, Filmschauspieler, weltbekannte Musiker und Sänger, Sportler und Mitglieder der Finanzelite machten nun Bad Eilsen zum kleinen Weltbad!

Dr. Maximilian Graf Wiser - Text in leichter Sprache

In den 1920er Jahren wurde Bad Eilsen sehr bekannt. Der Fürst Adolf zu Schaumburg-Lippe ließ neue Hotels bauen: – den „Fürstenhof“ – das „Badehotel“ Auch ein modernes Kurmittelhaus und schöne Parkanlagen entstanden.

Der Kurdirektor Herr Nievert und die Fürstliche Hofkammer hatten eine gute Idee: Sie wollten Bad Eilsen noch bekannter machen. Sie holten einen berühmten Augenarzt nach Bad Eilsen: Dr. Maximilian Graf Wiser. Er war ein sehr guter Arzt und bekannt auf der ganzen Welt.

Im Jahr 1927 zog Dr. Graf Wiser mit seinem Team aus Bad Liebenstein nach Bad Eilsen. Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Friedrich von Tippelskirch eröffnete er 1928 eine Augen-Praxis im Badehotel. Das Hotel stellte ihnen eine ganze Etage kostenlos zur Verfügung.

Viele reiche und bekannte Menschen kamen nun zur Behandlung nach Bad Eilsen: – Adelige – Soldaten – Schriftsteller – Schauspieler – Musiker – Sportler – Menschen aus der Finanzwelt

Die Gäste blieben oft mehrere Wochen. Die Hotels waren gut belegt. Bad Eilsen wurde dadurch sehr bekannt – ein kleines „Weltbad“.

Im Jahr 1937 wurde eine neue Augenklinik gebaut: Das „Haus Klippenkamp“ am Ende der Harrl-Allee. Dr. von Tippelskirch leitete die Klinik. Am 22. Dezember 1938 starb Dr. Graf Wiser. Dr. von Tippelskirch machte die Arbeit weiter.

Im Jahre 1937 wurde unter der Leitung von Dr. Friedrich von Tippelskirch die neue Augenklinik am oberen Ende der Harrl-Allee eingeweiht, die Graf Wiser Augenkuranstalt Haus Klippenkamp. Am 22.12.1938 starb Graf Wiser und Dr. von Tippelskirch führte seine Arbeit weiter.


Dr. Friedrich von Tippelskirch

Lange währte das internationale Flair des kleinen "Weltbades" nicht mehr. Schon mit Ausbruch des 2. Weltkrieges war es ja den Patienten aus aller Welt nicht mehr möglich, nach Deutschland einzureisen. Die Augenleidenden aus dem Orient, aus Afrika, Amerika und allen möglichen europäischen Ländern mußten nun auf ihre Kur in Bad Eilsen verzichten.
Es wurde stiller in Bad Eilsen. Die Stamm-Patienten aus deutschen Landen aber kamen nach wie vor ins "Haus Klippenkamp". Der Nachfolger des bei betuchten Augenleidenden weltberühmten Grafen Wiser hatte bald auch seinen Ruf als Kapazität in der Augenmedizin. Allerdings kamen auf den Doktor nun große persönliche Anstrengungen zu . Nach Ausbruch des Krieges wurde er als Stabsarzt reaktiviert und als Chefarzt an das Lazarett in Bückeburg abkommandiert. Jeden Morgen fuhr er also mit dem Fahrrad in das Bückeburger alte Krankenhaus an der Bergdorfer Straße (Lazarett). Nach der Versorgung der Verwundeten und Kranken dort ging es gegen Abend "per Pedes" zurück nach Bad Eilsen. Dort hatte er nun noch seine Augenpatienten zu versorgen.

Dr. Friedrich von Tippelskirch mußte 1945, nach der Beschlagnahme seiner Klinik und des Privathauses durch die britische Royal Air Force, sich eine Zeitlang mit Notquartieren behelfen . 1950, nach der Währungsreform, baute er sich eine neue Klinik und praktizierte dort bis zu seinem achtzigsten Lebensjahr. Im hohen Alter vom 87 Jahren verstarb er in Bad Eilsen.

Dr. von Tippelskirch in leichter Sprache

Dr. Friedrich von Tippelskirch war ein bekannter Augenarzt in Bad Eilsen.
Er arbeitete im „Haus Klippenkamp“.
Viele Patienten aus Deutschland kamen zu ihm.
Früher kamen auch Menschen aus anderen Ländern.
Aber im Zweiten Weltkrieg konnten sie nicht mehr nach Deutschland reisen.
Deshalb wurde es ruhiger in Bad Eilsen.

Dr. von Tippelskirch hatte viel zu tun.
Er wurde im Krieg als Arzt für Soldaten eingesetzt.
Jeden Morgen fuhr er mit dem Fahrrad nach Bückeburg.
Dort arbeitete er im Krankenhaus für verwundete Soldaten.
Am Abend ging er zu Fuß zurück nach Bad Eilsen.
Dort behandelte er noch seine Augenpatienten.

Im Jahr 1945 wurde seine Klinik und sein Haus von britischen Soldaten beschlagnahmt.
Dr. von Tippelskirch musste in Notunterkünften wohnen und arbeiten.
1950, nach der Währungsreform, baute er eine neue Klinik.
Er arbeitete dort bis zu seinem 80. Lebensjahr.

Im Alter von 87 Jahren starb Dr. Friedrich von Tippelskirch in Bad Eilse

Die neue Augenklinik von Dr. v. Tippelskirch in Bad Eilsen an der Parkstraße. Heute der Altersruhesitz Neithard von Stein

Eine Broschüre über die beiden Augenärzte von Fritz Winkelhake erhalten Sie bei bei der Touristinfo Bad Eilsen (05722 88650).

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