Historie des Ortes
Geschichte
Die älteste Urkunde, in der Eilsen genannt wird, stammt aus dem Jahre 1033.
Kaiser Konrad II. weilte zu Staatsgeschäften in Minden und genehmigte eine Schenkung von Eilser Gütern an das St.- Martin - Stift in Minden.
Eilsen ist also höchst wahrscheinlich bereits 1.000 Jahre alt. Im Tal der AUE gelegen, führte sicherlich ein Verbindungsweg zwischen dem Hellweg, der alten berühmten Heerstraße, und dem Wege von Minden nach Rehren und ins Wesertal Richtung Hameln, entlang der Aue durch Eilsen.
Die kaiserliche Urkunde bezeichnet Eilsen als EILDISSUM. Bad Eilsens einziger Ehrenbürger Dr. Horst Merckens ist sich sicher, dass der Name von EIL = Sumpf und DISSUN = Heim entstanden ist. Das hat natürlich Sinn! Denn "HEIM AN DEN SÜMPFEN" trifft ja genau die Ortsbeschaffenheit an: Sumpfiges Gelände um stinkende Schwefelquellen im gesamten Tal.
Wahrscheinlich waren die Quellen und deren Heil-wirkung auch schon sehr lange in der Umgebung bekannt. Bei der Gestaltung des Wiesenbrunnens fand man 1810 in der Erde hölzerne Brunneneinfassungen, die nur mit dem Beil bearbeitet waren, man fand außerdem Knüppelholz, Töpferscherben eines mit der Hand geformten Kruges und versteinerte Faserbündel.
Eilsen entwickelte sich sehr langsam und für uns heute im Nebel. Wir wissen kaum etwas über das Leben und Geschehen im Ort. Bekannt wurde aus verschiedenen Urkunden nur, dass sich der Name des Dorfes immer einmal wieder ein wenig veränderte. Im JAHRE 1189 hieß unser Eilsen EILDASSEN, dann begegnet uns um 1277 der Name Eylezhusen und schließlich EILTZENN und EILASSEN und endlich EILSSEN.
Bereits seit Bildung der Grafschaft Schaumburg-Lippe im 17. Jahrhundert ist uns dann von sieben Bauernhöfen in Eilsen berichtet worden. Der älteste bekannte Hof ist der ROTTFELDER HOF, über den bereits seit 1379 Dokumente vorliegen.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts blieb es in Eilsen bei nur sieben Bauernhöfen, die wegen des schlechten Bodens mehr schlecht als recht über die Runden kamen und oft genug in fürstliche Zwangsverwaltung gerieten, weil sie eigentlich zahlungsunfähig waren. Einige Bauern begannen schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihr Einkommen mit Badekuren für Gichtkranke etwas aufzubessern.
Bad Eilsen ist ein sehr alter Ort. Der Name Eilsen steht zum ersten Mal in einem alten Papier aus dem Jahr 1033.
Damals war Kaiser Konrad der Zweite in der Stadt Minden. Er erlaubte, dass ein Teil von Eilsen verschenkt wird. Die Schenkung ging an eine Kirche in Minden. Das bedeutet: Eilsen ist wahrscheinlich schon über 1.000 Jahre alt.
Der Ort liegt im Tal der Aue. Früher gab es dort einen Weg. Der Weg führte von der alten Straße Helweg nach Hameln. Er ging durch Eilsen. In der alten Urkunde heißt Eilsen noch EILDISSUM. Ein kluger Mann aus Bad Eilsen, Dr. Horst Merckens, sagt: Der Name kommt von zwei alten Wörtern:
EIL bedeutet „Sumpf“
DISSUN bedeutet „Heim“ Also: „Heim am Sumpf“. Das passt gut! Denn in Eilsen gibt es viele feuchte Stellen und Schwefelquellen, die stark riechen. Schon lange kennen Menschen die Quellen in Eilsen. Sie glaubten: Das Wasser hilft bei Krankheiten.
Im Jahr 1810 wurde ein Brunnen gebaut. Dabei fand man in der Erde:
:: Holz, das mit einer Axt bearbeitet wurde
:: alte Töpferstücke
:: versteinerte Pflanzen
Eilsen wuchs nur langsam. Wir wissen nicht viel über das Leben früher. Aber wir wissen: Der Name von Eilsen hat sich oft geändert.
Zum Beispiel:
:: 1189: EILDASSEN
:: 1277: Eylezhusen
:: später: EILTZENN, EILASSEN, EILSSEN
Im 17. Jahrhundert gab es in Eilsen sieben Bauernhöfe. Der älteste Hof heißt Rottfelder Hof. Es gibt Papiere über ihn seit dem Jahr 1379.
Bis zum Jahr 1800 gab es nur diese sieben Höfe. Die Bauern hatten es schwer. Der Boden war schlecht. Viele Bauern hatten kein Geld. Manche mussten ihre Höfe abgeben.
Einige Bauern begannen, kranke Menschen zu baden. So verdienten sie etwas Geld. Die Bäder halfen zum Beispiel bei Gicht (eine Gelenk-Krankheit).
Anton Wilhelm Strack: Eilsen von der Morgenseite*, 1810
* =von Osten gesehen, mit dem Wesergebirge (das linke große Gebäude ist das Georg-Wilhelm-Haus, das heute noch so vorhanden ist und seit 2014 der Steuerakademie Niedersachsen gehört.
Die lange Allee zum Harrl hinauf ist ebenfalls noch vorhanden.)
Anmerkung der Redaktion zum "Historischen Spaziergang"
Wir sind uns sehr wohl um die Problematik der Rolle von Hans-Heinz Ewers im "Dritten Reich" bewußt. Unsere belegbaren Recherchen ergeben, dass Ewers bis 1938 ein "überzeugter, so genannter Nazi" war. Die Abkehr vom Schulterschluß zu dem unheilvollen Regimes vollzog Ewers noch im gleichen Jahr. Die Nachweise für geistige Trennung zum Nazitum liegen der Redaktion vor.







